Seit Mittwoch gehören sie zu den „Großen“, die Kindergartenzeit ist vorbei: An der Grundschule Miltenberg sind 72 Erstklässlerinnen und Erstklässler eingeschult worden. Sie werden schreiben, lesen und rechnen lernen. Am wichtigsten aber ist für sie, sicher in die Schule und nach Hause zu kommen.

Vor den ABC-Schützen, Lehrkräften, zahlreichen Eltern und Großeltern in der Turnhalle der Grundschule wiesen Landrat Jens Marco Scherf und der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Malte Loevenich, auf diesen Aspekt hin. Scherf stellte den neuen Lebensabschnitt für die Schülerinnen und Schüler heraus, die nun neue Wege gehen. Dazu gehöre es auch, alleine zur Schule zu gehen, sagte der Landrat. Das sei für die Eltern schwer, aber es gehöre auch zum Leben, loszulassen und den Kindern zu vertrauen. Neongelbe Sicherheitsmützen sollen laut Scherf die Kinder im Verkehr für die Autofahrer besser sichtbar machen. „Im Verkehr muss man auf die Schwächeren Rücksicht nehmen“, so Scherf, „Kinder müssen auf der Straße sicher sein können.“ An alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer appelliert er, stets bremsbereit zu sein. Der sicherste Verkehrsweg zur Schule sei der zu Fuß oder mit dem Schulbus, steht für ihn fest.

Malte Loevenich, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, schlug in die gleiche Kerbe. Er forderte die Erstklässler auf, ihre Eltern notfalls aufzuwecken, damit die Schüler ohne Hast in die Schule gehen können. Es gebe nichts Schöneres, als gemeinsam mit Freunden zur Schule zu gehen und miteinander zu reden, fand Loevenich und forderte die Kinder dazu auf, den Schulweg zu Fuß zu absolvieren. Falls es dennoch einmal notwendig sein sollte, die Kinder mit dem Auto zur Schule bringen zu müssen, so sollten die Eltern ihre Kinder aus Sicherheitsgründen nicht direkt vor die Schule bringen. Auch im Namen des Milten-berger Polizei-Dienststellenleiters Bernhard Wenzel riet Loevenich: „Es ist besser, die Kinder am Friedhof aussteigen und sie den kurzen Weg zur Schule laufen zu lassen.“ Unterstützt wird die Schulmützenaktion seit Jahren von der Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Die Bank tue dies sehr gerne, versicherte deren Vertreter Matthias Dick, der für die drei ersten Klassen weitere kleine Überraschungen ankündigte.

Für die Stadt Miltenberg hob Miltenbergs stellvertretender Bürgermeister Klaus Huhn den besonderen Tag hervor, den Schüler und Eltern gemeinsam begingen. Lernen sei am wichtigsten, stellte er heraus, aber auch sonst sei das Schulleben mit Sport, Wandern und Musik sehr abwechslungsreich. Der fachliche Leiter des Schulamts, Engelbert Schmid, wünschte den Schülerinnen und Schülern, dass sie noch ganz lange Freude an der Schule haben mögen. Die Aufgabe aller Menschen, die mit Kindern zu tun haben, sei es, diese Freude und die Begeisterung am Lernen zu unterstützen und zu pflegen. Auch Schulleiterin Brigitte Hauck und Konrektorin Kerstin Lutz drückten ihre Freude über die vielen Erstklässler aus, Hubert Hahn warb für die Mitarbeit im Elternbeirat. Als Ansprechpartner für die Jugendsozialarbeit an Schulen stellte sich Oliver Holl vor. Mit Liedern umrahmten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 2a, 2b und 2c sowie der Chor der „Grundschulspatzen“ die Einschulungsfeier.