Der Anteil der Schulkinder, die kein Deutsch sprechen, steigt. Foto: Tolga Sezgin/Shutterstock)

Mit der Qualität und Bildungserfolgen an deutschen Schulen geht es laut einer Studie steil bergab. Ein Grund für den Einbruch seien Zuwanderung und mangelnde Integration, meint der deutsche Lehrerverband. „Es führt zu einem massiven Abbruch von Leistungen, wenn der Anteil der Kinder, die nicht oder nur schlecht Deutsch sprechen, zu groß ist“, stellt dessen Präsident Heinz-Peter Meidinger fest.

Das erschütternde Ergebnis der Studie der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM): In fast allen Bundesländern ist die Schulbildung deutlich zurückgegangen. Es hapere vor allem bei Schulqualität, Integration und Verminderung von Bildungsarmut, heißt es im aktuellen INSM-Bildungsmonitor.

In den Kernfächern Deutsch und Mathematik haben die Viertklässler schlechter abgeschnitten als in den Vorjahren. Und: Die Schulabbrecherquote unter Ausländern ist 2016 auf den Rekordwert von 14,2 Prozent gestiegen: Heißt: Jeder siebte Nichtdeutsche verlässt die Schule ohne Abschluss, hat keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und fällt damit in die Sozialhilfe. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Zunahme um 20,3 Prozent. 2015 hatte diese Quote unter Ausländern noch bei 11,8 Prozent gelegen.

INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr forderte, dass es mit Blick auf die Herausforderungen der Integration verstärkte Anstrengungen in Schule und Ausbildung geben müsse. Der allgemeine Rückschritt bereite der Wirtschaft Sorge, sagte er. Für die Studie hatte das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) 93 Kategorien nach einzelnen Bundesländern ausgewertet – darunter die Quote der Schulabbrecher, die Ergebnisse von Bildungsvergleichstests und die Zahl der Sitzenbleiber. Demnach verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr nur Berlin und Schleswig-Holstein. Alle anderen Bundesländer rutschten ab.

Lehrerverbands-Präsident Meidinger begründete die Entwicklung gegenüber der Welt mit einer „Ballung von Problemen“ in den Grundschulen. „Die Inklusionsaufgabe ist völlig unbewältigt“, kritisierte er. Hinzu kämen die gestiegenen Anforderungen durch die Zuwanderung und eine immer größer werdende Zahl von Kinder, die kein oder nur wenig Deutsch spreche.

Im Zusammenhang mit dem hohen Migrantenanteil unter den Schülern erhebt Meidinger schwere Vorwürfe gegen die Politik. Die habe „tatenlos zugesehen, wie sich die Segregation durch das Schulsystem durchgezogen hat“. Der Lehrerverbandspräsident geht davon, dass sich der Negativtrend angesichts der „Ballung von Problemen“ fortsetzen könnte. (WS)

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