Baierbrunn (ots) – Wer unter unruhigen Beinen (Restless-Legs-Syndrom, RLS) leidet, kommt kaum zur Ruhe – Schlafmangel und Erschöpfung sind die Folge. In den meisten Fällen lasse sich das RLS gut behandeln, betont der Chefarzt der Abteilung für Neurologie an der Paracelsus-Klinik in Osnabrück, Dr. Cornelius Bachmann, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Linderung bringen zumindest anfangs eine kühle Schlafumgebung sowie kalte Kompressen oder Wickel. Seltener bevorzugen Betroffene Wärme, zum Beispiel in Form von Bädern oder Wärmflaschen. „Außerdem hilft es, Sport und körperliche Aktivitäten wie Gartenarbeit auf den Vormittag zu beschränken“, sagt Bachmann. Auch Kaffee und Alkohol sollten zu vorgerückter Stunde lieber gemieden werden – generell tabu ist beides dem Experten zufolge aber nicht. Viele empfinden kräftige Beinmassagen als Erleichterung, manchen helfen abendliche Dehnübungen für die Beine.

Experten empfehlen, die Ursachen der Beschwerden frühzeitig durch einen Neurologen abklären zu lassen. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und über eine geeignete Behandlung entscheiden. „An Medikamenten gegen RLS stehen in Deutschland die sogenannten Dopaminagonisten und manchmal auch L-Dopa an erster Stelle“, sagt Prof. Juliane Winkelmann vom Klinikum rechts der Isar in München. Diese Substanzen, mit denen auch die Parkinson-Krankheit behandelt wird, regen die Kommunikation bestimmter Nervenzellen im Gehirn an. Bei manchen führen sie aber zu Übelkeit und Schwindel.

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