Hamburg (ots) – Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, will die Verbraucher besser vor einer immer stärker werdenden Datensammelwut schützen und sich für mehr Privatsphäre und Transparenz von Algorithmen im Netz einsetzen. Das erklärte die Ministerin in einem Interview mit der August-Ausgabe des Hamburger Magazins ‚markenartikel‘ (New Business Verlag). Der Cambridge-Analytica-Skandal habe gezeigt, wie wichtig der Schutz der persönlichen Daten für jeden Einzelnen, aber auch für die Demokratie ist.

„Für mich steht die Frage im Zentrum, wie Gesellschaft und Politik auf die Geschäftsmodelle und das Verhalten der großen Internet-Giganten reagieren“, so Barley. Wie diese Geschäftsmodelle gestaltet sind, habe enorme Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben. „Mir geht es um Transparenz“, betont die Ministerin. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, welche Algorithmen Entscheidungen beeinflussen, zum Beispiel bei der Kreditvergabe oder dem Telefonvertrag. Dazu brauchen wir Institutionen, die solche Prozesse hinterfragen.“

Transparenz und Datenschutz könnten für Unternehmen dabei auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein. „So beugen sie Misstrauen vor und gewinnen Kunden, für die es wichtig ist zu wissen, was mit ihren Daten geschieht und wie sie durch Algorithmen bewertet werden“, erklärt Barley. „Hier sehe ich vor allem Handlungsbedarf auf EU-Ebene. Bei internationalen Konzernen kommen wir hier auf nationaler Ebene nicht weit.“

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