Bayerns Ministerpräsident will nicht mehr von „Asyltouristen“ sprechen. Stattdessen will Markus Söder lieber andere Wortkreationen benutzen – wie „Schwarzankömmlinge“.

MÜNCHEN (fna) – Markus Söder (CSU) hat es nicht leicht. Wegen seiner Wortwahl in der Asyldebatte wurde der bayerische Ministerpräsident oftmals kritisiert. Er gelobt nun Besserung. „Ich weiß, dass das Wort ‚Asyltourismus‘ bei vielen Menschen in Deutschland nicht gut ankommt“, so der bayerische Politiker. Er wolle nun weniger verfängliche Worte benutzen.

Gemeinsam mit Linguisten arbeite man seitens der bayerischen Landesregierung nun besseren Worten, um den Zustrom von Asylsuchenden treffender beschreiben zu können. „Nachdem Neger, Sandneger und Kanacken ebenso nicht verwendet werden dürfen wie nun eben Asyltouristen, haben wir uns gedacht, ‚Schwarzankömmlinge‘ wäre vielleicht passend“, so ein bayerischer Linguist, der im Auftrag der Landesregierung mit der Sache betraut ist. „Das hat etwas von Schwarzarbeiter“, erklärt er, „was ja auch noch als politisch korrekt gilt.“

Für den bayerischen Ministerpräsidenten klingt dies plausibel. „Zudem sind wir von der CSU ja auch die Schwarzen, da kann uns niemand mehr vorwerfen, wir würden diskriminieren“, so Söder dazu. Immerhin würden diese Migranten gesetzeswidrig die Grenzen überschreiten, so dass man auch von einem ‚Schwarzübertritt“ sprechen könne, erklärt er.

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