Symbolfoto: screenshot YouTube

Die Schiffs-Besatzung hatte Todesangst: Plötzlich wurden die von ihr „geretteten Flüchtlinge“ gewalttätig und stießen Morddrohungen aus. Italien spricht von „Piraterie“. Grund: Ein Boot der libyschen Küstenwache näherte sich. Die Reise sollte nun zurück nach Afrika und nicht in Richtung Europa gehen.

Die Crew der Vos Thalassa, ein für eine Ölgesellschaft eingesetztes Spezialschiff, hatte Sonntagnacht einen Hilferuf im Mittelmeer aufgefangen. Sie nahm daraufhin mehr als 60 afrikanische „in Not“ geratene Migranten an Bord. Als die mitbekamen, dass sich ein Boot der libyschen Küstenwache näherte, um sie zu übernehmen und sie an der libyschen Küste in Sicherheit zu bringen, waren Ärger und die Wut unter den zukünftigen Neubürgern Europas groß. Sie wurden gewalttätig und drohten der Besatzung kurzerhand mit ihrer Ermordung, berichtet Il Giornale.

Innerhalb von Minuten wurden die hilfsbereiten Besatzungsmitglieder zu Gefangenen. „Die Rettung wurde zu einer Piraterie“, erklärte das italienische Verkehrsministerium die Geiselnahme.

„Die Vos Thalassa, die von Libyen für Logistikoperationen eingesetzt wurde, um einige Ölplattformen vor unseren Küsten zu unterstützen, griff ein, um 63 Menschen an Bord eines Holzbootes zu retten. Die Migranten wurden immer aggressiver und drohten, die Crew zu töten, weil sie auf keinen Fall nach Libyen zurückkehren wollten und zwang sie Kurs Richtung Norden zu nehmen“ so der Sprecher der libyschen Küstenwache Admiral Ayoub Qassem.

„Wir wollten nichts riskieren, was die Situation an Bord hätte verschärfen können. Das Wichtigste für uns war die Sicherheit der Crew und der anderen Menschen an Bord“, erklärte Qassem gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur AGI.

Der libysche Admiral befürchtet, dass der Vorfall erst der Auftakt zu vielen kommenden Migranten-Revolten sein könnte. Am Montag wurden die illegalen afrikanischen Einwanderer aufgrund der Lebensgefahr für die Besatzung der Vos Thalassa von einem Schiff der italienischen Küstenwache übernommen. Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli kündigte Ermittlungen und Strafen gegen die verantwortlichen Migranten an.

Aus Regierungskreisen heißt es, das Eingreifen der Vos Thalassa-Crew sei überflüssig gewesen, da die „Rettung“ unter die Verantwortung der libyschen Küstenwache gefallen sei.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini veröffentlichte auf Twitter eine Liste der Herkunftsländer der Afrikaner und wies darauf hin, dass der Großteil von ihnen entgegen der Presseberichte aus sicheren Herkunftsländern und nicht aus Konfliktzonen stamme.

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